Im März 2024 hatten wir die große Freude, die wunderbar spitzfindige Komödie von Oscar Wilde Bunbury oder Ernst sein ist wichtig aufzuführen. Zwischen Gurkensandwiches, Gepäckaufbewahrungen, den Vorzügen des Namens Ernst und verlorenen Babys hätten wir am liebsten mit dem Publikum mitgelacht!
Gibt es etwas Schöneres als einen Mann namens Ernst zu heiraten? Nun, nicht, wenn es nach Gwendolen Fairfax geht, die ganz entzückt ist, als ihr der Hauptcharakter des Stücks, Ernst, einen Heiratsantrag macht. Das einzige Problem? Ernst heißt eigentlich gar nicht Ernst, sondern Jack. Aber bevor er das seiner geliebten Gwendolen beichten kann, findet ihre Mutter, Lady Bracknell, heraus, dass Jack als Baby in einer Gepäckaufbewahrung der Victoria Station gefunden wurde, und er somit seine Eltern gar nicht kennt. Ein Riesenfauxpas im England des viktorianischen Zeitalters und so bleibt Lady Bracknell gar nichts anderes übrig, als Jack zu zwingen zumindest ein Elternteil so schnell wie möglich aufzutreiben. Als ob sie Gwendolen gestatten würde, in eine Gepäckaufbewahrung einzuheiraten!
Das ist nur ein Bruchteil aller Dinge, die in diesem Stück schiefgehen. Denn unterdessen macht sich Jacks Freund, Algernon, auf den Weg zu Jacks Anwesen, um dessen Mündel Cecily kennenzulernen. Auch Cecily möchte um ihr Leben gern einen Mann namens Ernst heiraten. Wie gut, dass Algernon sich bei ihr als Ernst ausgibt…
Produktionszeit:
Los ging’s bereits im Sommer 2023 mit der Rollenverteilung. Dabei sind wir um eine weitere Schauspielerin gewachsen und sind mit dieser Produktion zu einem Ensemble mit acht Schauspieler*innen geworden. Mit Bunbury standen wir zum ersten Mal mit komplett maßgeschneiderten und überwiegend historisch akkuraten Kostümen auf der Bühne, eine Tradition, die wir in späteren Stücken beibehalten haben.
Aufführungen
Vom 22. bis 25. März 2024 war unsere 3. Produktion Bunbury oder Ernst sein ist wichtig an vier Abenden im Theatersaal des W1 zu sehen. Wir haben uns sehr gefreut so viele von euch im Publikum begrüßen zu dürfen!
Publikumsfeedback: Maske und Kostüm waren großartig – genauso wie Schauspiel, Regie, Szenenbild und überhaupt alles!
Was lief schief
Eine perfekte Aufführung gibt es nicht, und eine perfekte Generalprobe schon gar nicht. Wann, wenn nicht zur Generalprobe, ist es an der Zeit, neue Dinge auszuprobieren, die man nie zuvor getan hat? Und so hat unsere Gwendolen während der Auseinandersetzung mit Cecily im 2. Akt, aus lauter Wut darüber, statt eines Butterbrots Kuchen serviert bekommen zu haben, dieses Kuchenstück in ihrer Hand zerquetscht. Leider hatte sie dabei vergessen, dass Jack kurz darauf die Bühne betreten, und ahnungslos nach ebendieser Hand greifen würde. Am Ende sind wir natürlich kollektiv aus den Rollen gefallen und haben auf der halben Bühne und ein wenig auf den Kostümen Kuchen verteilt.
Besetzung:
Jack Worthing: Laura Pöhmerer
Algernon Moncrieff: Alessandra Pöhmerer
Gwendolen Fairfax: Leyla Elseven
Lady Augusta Bracknell: Julia Angstmann
Cecily Cardew: Clara Fetzer
Miss Prism: Maria Ambros
Dr Chasuble: Sebastian Schillallis
Lane/Merriman: Mia Seitz
Regisseur: Michael Wabra
Kostüme: Laura Pöhmerer
Licht:Michael Wabra
Maske: Julia Angstmann
Social Media: Alessandra Pöhmerer