Bevor Mirandolina auf dem Plan stand, begannen wir eigentlich mit einer ganz anderen Produktion: “Kasimir und Karoline”. Doch nachdem ein paar Schauspieler*innenabgesprungen waren und wir uns noch einmal etwas neu orientiert hatten, starteten wir 2017 mit Goldonis Komödie durch.
Recht turbulent erwies sie sich schon von Anfang an. Ein schneller Schauspielertausch für eine der Hauptrollen und ein kurzfristiges Einspringen für eine kleine Nebenrolle, die biskurz vor Aufführung von uns fast vergessen wurde, sorgte für etwas Aufregung. Währendden Proben kristallisierte sich auch eine langwierige Tradition heraus: Männer, die Frauenspielen und Frauen, die Männer spielen. Im Sommer 2019 war es dann endlich soweit. Mit Mirandolina konnten wir den Startschuss für das Dachkammertheater geben:
Das Stück
Die junge Wirtin, Mirandolina, liebt es, dass alle Männer ihr zu Füßen liegen. Schon von Anfang an wollen sowohl der Marquis von Forlipopoli und der Graf von Albafiorita sieheiraten. Doch dann reist der Ritter von Ripafratta an, der Frauen verabscheut. Das kann Mirandolina nicht auf sich beruhen lassen und sie beschließt, auch ihn um ihren Finger zuwickeln…
Rezeption
Als wirdieses Stück auf die Bühne brachten, hatten wir noch keine Ahnung, was auf unszukommen würde. Umso mehr warf uns die riesige Aufmerksamkeit und Begeisterung des Publikums um. Nach zwei Aufführungen im Juni entschieden wir uns aufgrund der hohen Nachfrage dazu im Dezember noch zwei weitere Abende aufzuführen. So sind wir auchdazu gekommen, standardmäßig vier Aufführungen zu organisieren.
Was lief schief
Schon in unserer ersten Produktion lief nicht alles glatt. Bei einer schnell getakteten Essensszene zwischen dem Ritter von Forlipopoli und seinem Diener geriet im Text einigesdurcheinander, sodass der Diener anstatt der geplanten zwei Male gleich ganze fünf Malauf- und wieder abging. Auch wurde schon damals unsere destruktive Ader geboren: vor lauter Aufregung legtenzwei Schauspieler*innen im Backstage eine kleine Tanzeinlage ein, was dazu führte, dass zwei Weingläser umgestoßen wurden und sehr laut zerschmetterten. Das Weinglas-Chaos begrenzte sich nicht nur auf das Backstage. Während einer Szene inder festlich zwischen zwei Schauspielerinnen angestoßen wird, zersprang einer das Glasnoch in der Hand. Trinken konnte man daraus nicht mehr so gefahrenlos.
Schauspieler*innen
Mirandolina: Laura Pöhmerer
Fabrizio:; Mia Seitz
Der Graf von Albafiorita: Alessandra Pöhmerer
Der Marquis von Forlipopoli: Sebastian Schillallis
Der Ritter von Ripafratta: Julia Angstmann
Ortensia: Sebastian Schillalis, Mia Seitz
Dejanira: Alessandra Pöhmerer, Julia Angstmann
Diener: Leyla Elseven
Regie: Michael Wabra
Social Media/Maske: Julia Angstmann